Was ist Psoriasis?
Die Psoriasis - auch Schuppenflechte genannt - ist eine chronische, lebenslange Erkrankung des Immunsystems und zählt zu den häufigsten Hauterkrankungen. Allein in Europa sind davon rund 3% der Bevölkerung betroffen, in Deutschland ca. 2%.
Wichtig zu wissen ist, dass die Schuppenflechte als chronische und unheilbare Erkrankung zwar oft erhebliche Folgen für Gesundheit, Lebensqualität und Beruf hat, jedoch nicht ansteckend ist.
Ausgelöst werden kann die Schuppenflechte bei genetisch vorbelasteten Personen durch gewisse Faktoren, wie z.B. Stress, Ernährungsfehler, Infektionen, Medikamente sowie Pflegemittel und Kosmetika. Sie kann theoretisch in jedem Alter vorkommen. Die ersten Krankheitssymptome erscheinen häufig entweder bereits im Kindes-/Jugendalter oder erst ungefähr ab dem 40. Lebensjahr.
Die Psoriasis vulgaris" ist die am häufigsten vertretene Form der Schuppenflechte. Typisch sind die rot-entzündlichen Herde auf der Haut mit silbrig-weißer Schuppung, die sich scharf von der gesunden Haut abgrenzen. Man nennt diese Herde auch Plaques und spricht deshalb auch von Plaque-Psoriasis". Davon sind 80% der Menschen, die an einer Psoriasis leiden, betroffen.
Die Plaque-Psoriasis verläuft meist schubweise. Wie lange ein Schub dauert und wie schwer er ist, ist bei jedem Menschen anders und kann auch durch die individuelle Lebenssituation beeinflusst werden. Bei der Psoriasis ist die Zellteilung der oberen Hautschicht durch eine Fehlsteuerung des Immunsystems beschleunigt: Durch diese vermehrte Zellteilung kommt es zur Schuppenbildung und zu entzündlichen Hautreaktionen, meistens an bestimmten Hautarealen wie Ellenbogen und Knien. Aber auch der Kopfbereich, Nägel oder Gelenke können von der Psoriasis betroffen sein.
