Therapietipps
Psoriasis ist eine schwerwiegende Erkrankung, welche die Betroffenen oft körperlich und seelisch im Alltag und belasten kann. Neben einer sicheren und verträglichen Therapie, die Sie zusammen mit Ihrem Arzt ausgewählt haben, gibt es noch wertvolle Informationen und Tipps aus verschiedenen Bereichen, die Ihnen den Umgang mit der Psoriasis erleichtern sollen:
Werden Sie selbst aktiv und beeinflussen Sie dadurch den Krankheitsverlauf positiv:
Ernährung
Genussmittel wie Alkohol und auch Medikamente sind häufig Auslöser für Psoriasisschübe. Aber auch ganz normale Nahrungsmittel können einen Schub auslösen. Die Selbstbeobachtung und das Führen eines Ernährungstagebuchs sind gute Instrumente zur Überprüfung der Ernährungsgewohnheiten. Finden Sie heraus, was bei Ihnen die Psoriasis-Schübe auslöst und meiden Sie diese Produkte oder Inhaltsstoffe nach Möglichkeit. Wenn Medikamente darunter sind, sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt darüber. Auf keinen Fall sollten Sie von Ihrem Arzt verschriebene Medikamente ohne vorherige Rücksprache absetzen.
Es gibt keine Diät, mit der man die Psoriasis wirksam eindämmen kann. Eine vollwertige, ausgewogene Ernährung ist dennoch grundsätzlich empfehlenswert. Dazu gehören reichlich Obst, Gemüse, Getreide sowie fettarme Milchprodukte. Günstig sind Obst- und Gemüsesorten mit einem hohen Gehalt an Beta-Karotinoiden (z.B. Karotten, süße Kartoffeln, Spinat, Honigmelonen, Aprikosen, Pfirsiche), Tomaten und Nahrungsmittel mit hohem Ballaststoffgehalt.
Eine entzündungshemmende Wirkung wird beispielsweise den Omega-3-Fettsäuren nachgesagt, die vor allem in Fischölen, aber auch in einer Vielzahl von Nahrungsergänzungsmitteln, vorhanden sind.
Kleidung
Auch äußere Reize können einen Psoriasisschub provozieren: Bevorzugen Sie daher Kleidung, die nicht eng anliegt oder auf der Haut reibt. Stoffe aus Naturfasern werden in der Regel besser vertragen als Kunstfaser. Falls es bei Ihnen zur Schuppenbildung im Kopfbereich kommt: Tragen Sie helle Farben, auf Beigetönen sind Schuppen kaum sichtbar. Es gibt auch Hersteller, die sich auf sanfte" Kleidung aus Naturfasern, wie z.B. aus Algen, spezialisiert haben (weitere Informationen siehe www.psoriasis-netz.de).
Hautpflege
Wichtig ist, dass Sie Ihre Haut vor Austrocknung schützen. Dies kann mit harnstoffhaltigen Produkten oder Kosmetika, die Glycerin oder Vitamin E enthalten, erreicht werden. Achten Sie dabei auf die Verwendung besonders milder, seifenfreier Hautreinigungs- und Pflegeprodukte. Versorgen Sie Ihre Haut mit ausreichend Feuchtigkeit und Fett, denn zu trockene Haut begünstigt die Schuppenentstehung und die Neigung zu Rötungen und Entzündungen. Für die Hautpflege nach der Reinigung gibt es eine ganze Reihe von Pflegemitteln auf pflanzlicher Basis wie Frauenmantel, Ringelblume, Kamille, Teebaumöl, Silberweidenrinde, Tengkawangöl, Löwenzahn, Maisöl und Hamamelis. Empfohlen werden zudem Produkte mit einem hohen Mineralgehalt.
Da es viele verschiedene Präparate speziell für Psoriatiker gibt, gilt auch hier, individuell das Passende zu finden. Auch hierbei kann ein Psoriasis-Tagebuch zur Selbstbeobachtung, was Ihnen besonders gut tut, sowie der Rat durch Ihren Arzt oder Apotheker hilfreich sein.
Ultraviolettes Licht
Ultraviolette Strahlen können zu einer Linderung der Beschwerden beitragen. Aber, ob Kururlaub im Hochgebirge oder Badeurlaub in südlichen Ländern, der günstige Einfluss der Sonnenbestrahlung auf die Haut kann auch seine Schattenseiten haben. UV-Strahlung bewirkt eine Austrocknung der Haut, fördert die Hautalterung und kann zu Langzeitschäden führen, schlimmstenfalls zur Entstehung von malignen Hauterkrankungen. Eine Bestrahlungszeit von 5-10 Minuten kann bei unvorbereiteter sehr heller Haut (Hauttyp I) bereits zu einem Sonnenbrand führen. Bei Hauttyp IV (dunkle Haut, schwarze Haare) sollten 45 Minuten ohne Schutz nicht überschritten werden.
Wichtig: Die UV-Dosis muss stimmen denn neben den erwähnten Risiken reizt ein Sonnenbrand die Haut und kann zum Psoriasisschub führen.
