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Reisen mit Psoriasis

Urlaub ist eine wunderbare Gelegenheit, einmal der Routine des Alltags zu entfliehen, die Daseinsbatterie wieder aufzuladen, neue Eindrücke zu sammeln und auch dem Körper Gutes zu tun.

Psoriasis-Patienten stellt sich allerdings das Problem, dass die Erkrankung in den Urlaub mitreist. Mag das Alltagsleben auch vergessen sein, die Medikamenteneinnahme und Behandlung dürfen auch dann nicht unterbrochen werden.



Eine Erleichterung für Psoriasis-Betroffene kann es sein, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Urlaub an einem mineralienhaltigen Meer wie der Nordsee, dem Mittelmeer oder im besten Fall dem Toten Meer, dessen lindernder Einfluss auf die Schuppenflechte auch therapeutisch genutzt wird, bessert die Psoriasis-Beschwerden und bietet Gelegenheit zu abwechslungsreicher Entspannung. Jedoch ist zu beachten, dass verordnete Medikamente auch unbedingt während des Urlaubs weiter eingenommen werden sollten.



Woran Psoriasis-Patienten denken sollten



Um den Urlaub trotz Psoriasis unbeschwert genießen zu können, sollten einige Punkte beachtet werden, um Probleme von vornherein zu vermeiden:



Sonnenlicht: Sonnenlicht wird von den meisten Menschen als angenehm und wohltuend erlebt. Bei Schuppenflechte gilt es jedoch, eine Balance zwischen der gesundheitsförderlichen und die Schuppenflechte bessernden Lichtmenge und einem Übermaß an Sonneneinstrahlung zu finden, die Sonnenbrand, Hautaustrocknung, Hautalterung und auf lange Sicht sogar Hautkrebs verursacht.


Die meisten Menschen verbringen im Urlaub mehr Zeit in der Sonne als im Alltagsleben. Die verträgliche Menge an Sonnenlicht ist deshalb oft schneller erreicht als gedacht. Bei hellem Hauttyp können bereits 5 bis 10 Minuten in der Sonne einen Sonnenbrand hervorrufen. Man sollte deshalb stets auf ausreichenden Sonnenschutz durch eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor achten. Dieser Faktor gibt an, wie viel länger Sie sich mit der Creme ohne Sonnenbrand der Sonne aussetzen können als uneingecremt.



Beachtet werden sollte außerdem, dass die Intensität des Sonnenlichts in südlichen Ländern und in der Höhe, etwa auf Bergen, erhöht ist. Dadurch verkürzt sich die mögliche Aufenthaltsdauer in der Sonne unter Umständen beträchtlich.



Medikamente: Verordnete Medikamente sollten unbedingt auch während des Urlaubs weiter eingenommen werden. Zu beachten ist dabei, dass einige Medikamente, die typischerweise gegen Psoriasis eingesetzt werden, die Haut gegenüber Sonnenlicht empfindlicher machen. Patienten sollten deshalb ihren Arzt rechtzeitig vor dem Urlaub fragen, ob diese Gefahr bei ihnen gegeben ist und wie sie sich im Urlaub verhalten sollten.



Hautpflege: Patienten sollten sich im Urlaub nach Möglichkeit vor Verletzungen und Insektenstichen schützen. Ebenso sollten sie auf die Qualität der Badegewässer achten. Infiziert sich die Haut, kann es zu Psoriasis-Schüben kommen.



Grenzübertritt / Kontrollen bei Flugreisen: Medikamente unterliegen in den meisten Ländern strengen Kontrollen. Sie dürfen deshalb von Privatpersonen in der Regel nur eingeführt werden, wenn dafür medizinische Gründe vorliegen wie die Behandlung einer bestehenden Erkrankung. Das gilt in besonderem Maße für verschreibungspflichtige Arzneien. Um böse Überraschungen bei Grenzkontrollen oder beim Einchecken zu Flugreisen zu vermeiden, sollte man sich vor dem Urlaub vom behandelnden Arzt eine Bescheinigung ausstellen lassen, welche Medikamente benötigt werden. Unter Umständen kann es hilfreich sein, diese Bescheinigung auch in englischer Sprache mitzuführen.