Fumarsäureester

Fumarsäureester sind chemisch gesehen kleine, einfach aufgebaute Moleküle. Durch intensive Forschung weiß man heutzutage, dass Psoriasis eine Autoimmunerkrankung ist und dass spezielle Fumarsäureester, wie Dimethylfumarat und Ethylhydrogenfumarat, ein großes immunologisches Wirkpotenzial aufweisen.

Die Therapie mit Fumarsäureestern ist als Therapieoption in Deutschland seit Jahren zugelassen und etabliert. Der Begriff Fumarsäureester (oder auch Fumarate) ist in der Geschichte der Psoriasisbehandlung zu einem geflügelten Wort geworden, welches gleichwohl von Wissenschaftlern, als auch von Ärzten und Patienten verwendet wird und mit Begriffen wie Bewährtheit und Sicherheit in Verbindung gebracht wird.

Wie wirken Fumarsäureester?

Die in der Psoriasistherapie eingesetzten Fumarsäureester Dimethylfumarat (DMF) und Ethylhydrogenfumarat (EHF) wirken immunmodulierend, d.h. sie bringen das Immunsystem wieder in die richtige Balance: Die Entzündungszellen (Lymphozyten) werden in ihrer überschießenden Aktivität gehemmt und die Ausschüttung entzündungshemmender Botenstoffe (Zytokine) wird erhöht. So wird die unkontrollierte Vermehrung von Hautzellen sowie die Schuppung und die Entzündung gebremst.

Erst im Darm werden die Wirkstoffe freigesetzt und gelangen in den Blutkreislauf, wo sie ihre Wirkung entfalten. DMF und EHF sind kleine, chemisch einfach aufgebaute Moleküle. Sie werden über einige Zwischenschritte im Körper abgebaut: 60% werden als Kohlendioxid über die Atemluft, 40% als Wasser über den Urin ausgeschieden.

Fumarsäureester – eine einfache Therapie

Fumarsäureester sind als Tabletten erhältlich. Die Behandlung beginnt in der Regel mit einer geringen Dosis, die langsam gesteigert wird. Durch eine individuelle Anpassung an die optimale Dosis sollen maximale Wirkung bei minimalen Nebenwirkungen erzielt werden.