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Begleiterkrankungen bei Psoriasis

Jeder zweite Patient mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis kann neben der Schuppenflechte an weiteren Erkrankungen, wie Herz-Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen leiden. Diese Begleiterkrankungen müssen nicht sofort mit der Psoriasis auftreten, sondern können sich auch im späteren Verlauf des Lebens entwickeln.

Neuere Erkenntnisse legen nahe, dass möglicherweise die chronische systemische Entzündung, die auch für die Ausbildung der Schuppenflechte verantwortlich ist, diese Begleiterkrankungen verursacht. Erste Untersuchungen zeigen, dass möglicherweise eine frühzeitige antientzündliche systemische Therapie das Risiko für die Ausbildung der Begleiterkrankungen senken könnte.

Bedingt durch das erhöhte Auftreten von Begleiterkrankungen, nehmen Psoriasis Patienten häufig eine Vielzahl von Medikamenten ein. Besonders wichtig ist daher die Auswahl eines sicheren Psoriasis-Therapeutikums mit geringen bis keinen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

Patienten sollten ihren behandelnden Hautarzt über eventuelle Begleiterkrankungen, wie bspw. Diabetes, Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Fettstoffwechselstörungen oder Gelenkerkrankungen, und eventuelle weitere Medikamente, die sie regelmäßig einnehmen, informieren.

Auch bei Änderungen von Medikamenten für Begleitmedikationen sollte der Dermatologe entsprechend benachrichtigt werden, da sich diese auf die Wahl der Psoriasis-Therapie auswirken können. Daneben sollten auch die anderen behandelnden Ärzte entsprechend über die aktuelle Psoriasis-Therapie informiert sein.